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Roussillon - Sentier des Ocres - Luberon


Roussillon liegt im Herzen des nördlichen Luberon-Tals, zwischen dem petit Luberon und den Monts de Vaucluse. Das auf einer Hügelkuppe gelegene Dorf ist von den Dörfern Gordes und Bonnieux im Département Vaucluse in der Provence umgeben.

les plus beaux Villages de France
Roussillon zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs und ist besonders für seine farbigen Ockerfelsen und bunten Häuser bekannt. Der Ockerweg „Sentier des Ocres” zählt zu den schönsten Sehenswürdigkeiten des Ortes.

Die spektakuläre Landschaft mit ihren leuchtend roten, orangefarbenen und gelben Felsen ist überwältigend. Ihre Farben verdankt sie dem Ocker, das hier früher abgebaut wurde.

Chaussée des Géants
Chaussée des Géants

Bis 1930 wurden in Roussillon große Ockersteinbrüche betrieben. Der Ockerweg führt durch die von den Steinbrüchen und der Erosion geprägte Landschaft. Großformatige Informationstafeln erklären die Entstehung dieser Landschaft. Es gibt zwei Rundwege mit Holzstegen und Aussichtspunkten, die in etwa 30 oder 50 Minuten zu begehen sind. Besonders schön wirkt das Ockergestein am frühen Morgen oder bei Sonnenuntergang.

Wanderstiefel
Wer den kostenpflichtigen Weg durch die gigantischen Ockersteinbrüche geht, sollte Schuhe mit griffigen Sohlen tragen. Sonniges Wetter ist zu bevorzugen. Zum Schutz der Natur dürfen die markierten Wege nicht verlassen werden.
Bitte beachten Sie die Hinweise und genießen Sie die 110 Millionen Jahre alte Mineralienlandschaft! Hunde an der Leine sind erlaubt.

Zugang zum Sentier des Ocres
Holzstege auf der Chaussée des Géants

Die "Chaussée des Géants" wird "Ocrement" genannt. Sie erlaubt einen außergewöhnlichen Spaziergang. Dieser findet im Herzen des größten Ocker-Vorkommens statt. Die Feennadeln (französisch: "Aiguilles des Fées") und die erdpyramidenartige Feenkamine "Cheminées de Fées" an der berühmten "Chaussée des Géants" sind durch den Ockerabbau und die Erosion entstanden. In der ockerfarbenen Landschaft des Sentier des Ocres wirkt das Grün der Eichen und Kiefern vor dem strahlend blauen Himmel besonders kontrastreich.

ockerfarbene Landschaft
Aufgang über Holzstufen

Tipp: Von der Aussichtsplattform des Ockerwegs "Sentier des Ocres" hat man einen schönen Blick auf Roussillon. An dieser Stelle hat sich ein sogenannter Feenkamin, ein Cheminée de Fée, gebildet.

Feenkamine
rötliche Feennadel

Ocker ist ein natürliches Pigment, das sich mit dem Sand der Felswände vermischt hat. Eisenoxidfarben sind oft orange bis rot, können aber auch von gelb bis violett variieren. Mineralische Ockerlandschaften sind durch menschliche Eingriffe und Erosion entstanden. Es ist verboten, ockerhaltige Erde mitzunehmen.

Altstadt - Kirche Saint-Michel - Glockenturm - Ölmühle


Die malerische Altstadt bietet mit der Kirche Saint-Michel, dem ehemaligen Stadttor, dem Glockenturm, den Resten der Stadtmauer und einer historischen Ölmühle weitere Sehenswürdigkeiten. Kleine Gassen führen zu den in Naturfarben bunt gestrichenen Häusern. Besonders reizvoll sind die Plätze Place de l’Abbé-Avon, Place de la Forge und Place de la Mairie.

Roussillon
Place de la Mairie, Rathaus

Die Place de la Forge war vermutlich der ehemalige Hof des im Jahr 987 erbauten Château de Roussillon. Von diesem Schloss gibt es kaum Überreste, lediglich ein Kalvarienberg wird ihm zugeschrieben. Am Place de la Mairie befinden sich Häuser aus dem 18. Jahrhundert und das Rathaus.

In Roussillon haben sich zahlreiche Kunsthandwerker niedergelassen, die provenzalische Keramik, Sonnenuhren und Gemälde anbieten. Die ursprüngliche Kirche Saint Michel stammt aus dem 11. Jahrhundert, lag innerhalb der Mauern des befestigten Dorfes und bot einen Blick auf das ehemalige Schloss. Da sie auf einer Felswand steht, wurde sie mehrfach umgebaut.

Kirche Saint Michel
Place de l’Abbé-Avon

Die Fassade der Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert, der Chor aus dem 18. Jahrhundert. Besonders sehenswert sind das Taufbecken, das Kruzifix und die Statue des Erzengels Michael.

Das ehemalige Stadttor des Castrum wurde im 19. Jahrhundert zum Glockenturm (Beffroi) umgebaut. Er beherbergt seitdem eine Glocke in seinem eisernen Campanile.

Glockenturm
Gasse in Roussillon

Die erste Straße links führt zum ehemaligen Wehrgang, der die beiden Türme miteinander verband. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf Roussillon und die ockerfarbene Landschaft. Direkt neben der Kirche befindet sich eine Orientierungstafel. Von dort aus hat man einen 360-Grad-Panoramablick über den Luberon und die Monts de Vaucluse.

In der Rue de la Fontaine befindet sich die historische Ölmühle Moulin à Huile, die kostenlos besichtigt werden kann (Hunde erlaubt).

Ölmühle
alte Filter und Pressen

ÔKHRA, das Ocker-Ökomuseum - Usine Mathieu


Das Ocker-Ökomuseum (Écomusée de L'Ocre) ÔKHRA wurde in den Geschäftsräumen der ehemaligen Ockerfabrik Usine Mathieu eingerichtet, um die Geschichte des Ockers zu erzählen. Hier können Sie den Ursprung dieser Pigmente entdecken.(Öffnungszeiten und Preise).

Sehenswerte Ockerlandschaften befinden sich unter anderem im Colorado provençal bei Rustrel und bei den Demoiselles Coiffées bei Bedoin.

provenzalischer Markt (Marché provençal)


Jeden Donnerstag von 8 Uhr bis 13 Uhr findet auf dem Place du Pasquier in Roussillon ein provenzalischer Markt (Marché provençal) statt. Dort bieten etwa 30 Händler Obst, Gemüse, Fleisch, Wurstwaren, Kleidung, Küchengeräte, Spielwaren und Möbel an.
Markttage in der Provence